Bernd Renken

#Runcop21
Start time:

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Distance:

7.5 km, Papenburg, DE

I run for climate justice

Mein Name ist Bernd Renken, ich bin 66 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter. Ich wohne in der Seehafenstadt Emden in Ostfriesland. Dort bin in der Kommunalpolitik engagiert und vertrete die Partei Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Emden. Mein Hobby ist Laufen. In diesem Jahr habe ich am Berlin-Marathon teilgenommen. Vor Emden liegt der Nationalpark Wattenmeer. Er gehört zum Weltnaturerbe. Unser Wattenmeer besitzt hinsichtlich seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine weltweit herausragende Bedeutung. Als Folge des Klimawandels wird der Meeresspiegel ansteigen. Dadurch wird die Ökologie des Wattenmeers in ihrer Existenz gefährdet. Aber auch wir Bewohner der Küste sind betroffen. Die Deiche, die uns vor den Sturmfluten schützen, müssen bereits erhöht werden. Für die uns nachfolgenden Generationen besteht die Gefahr, dass die Deiche dem Meeresspiegelanstieg nicht standhalten werden und unsere Region überflutet wird. Unser Leben an der Nordsee ist aus diesem Grunde bei einem weiteren Anstieg des CO2-Ausstoßes in der Atmosphäre gefährdet. Deshalb setze ich mich für weltweiten Klimaschutz ein. Begrenzen wir die Erderwärmung nicht auf 2 Grad, werden die Folgen der Klimakrise unbeherrschbar. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt handeln und die CO2-Emissisonen drastisch verringern. Ich erwarte und fordere von den Regierungen beim Klimagipfel in Paris weitreichende verbindliche und gerechte Abkommen für den weltweiten Klimaschutz. Die Industrienationen sind dabei in einer besonderen Verantwortung und müssen Vorreiter sein. In Ostfriesland sind wir bereits auf einem guten und richtigen Weg. Wir bauen beim Klimaschutz auf die erneuerbaren Energien. Vor allem die Windenergie trägt dazu bei, dass bereits seit einigen Jahren in Ostfriesland mehr CO2-freier Strom produziert als verbraucht wird. Weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir bis 2030 den Strombedarf in Deutschland komplett mit erneuerbaren Energien abdecken können, setze ich mich gemeinsam mit meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern der Bürgerinitiative Saubere Luft Ostfriesland dafür ein, dass alte Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet und keine neuen mehr gebaut werden. Ein vom dänischen Energiekonzern Dong Energy geplantes Kohlekraftwerk in Emden konnte durch den großen Widerstand aus der Bevölkerung verhindert werden. Dong Energy hat mittlerweile seine Strategie geändert und baut nun Offshore-Windenergieanlagen vor unserer Küste. Das ist ein großer Erfolg! Der deutsche Energiekonzern RWE hält jedoch an seinen rückwärtsgewandten Plänen fest. RWE hat in den Niederlanden, nur wenige Kilometer von Ostfriesland entfernt auf der gegenüberliegenden Seite des Dollart mit Erlaubnis der Niederländischen Regierung ein neues Kohlekraftwerk gebaut. Dieses verursacht nicht nur klimaschädliche CO2-Emissionen. Es verpestet auch die Luft mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden und belastet mit Quecksilber das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wir sind stolz auf die saubere und heilende Nordseeluft. Ostfriesland ist aus diesem Grund eine bedeutsame Tourismus- und Gesundheitsregion. RWE jedoch gefährdet diesen Status und damit werden viele Arbeitsplätze im Tourismus und Gesundheitswesen verloren gehen. Holländische Zeitungen berichten mittlerweile, dass die Regierung drei neue Kohlekraftwerke außer Betrieb nehmen muss, um das Klimaziel der Niederlande zu erreichen. Durch ein niederländisches Gericht wurde die Regierung verpflichtet, diese Klimaziele einzuhalten. Freiwillig wird RWE seinen Klimakiller in Eemshaven jedoch nicht abschalten. Mit meiner Teilnahme an RUN FOR YOUR LIFE will ich auf diesen Skandal aufmerksam machen und den Druck auf die Regierung der Niederlande für die Abschaltung des Kohlekraftwerkes erhöhen.